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Hintergrund Das Risiko von angeborenen Defekten nach vorgeburtlicher Exposition gegenüber selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) ist nach wie vor umstritten.
Methoden Wir untersuchten den Zusammenhang zwischen der mütterlichen Anwendung von SSRI im ersten Trimenon der Schwangerschaft und dem Risiko von angeborenen Defekten bei 9849 Säuglingen mit und 5860 Säuglingen ohne Geburtsdefekte aus der Slone Epidemiology Center Birth Defects Study.
Ergebnisse In Analysen von Defekten, die früher mit der Anwendung von SSRI assoziiert wurden (mit 42 Vergleichen), war die Anwendung von SSRI allgemein nicht mit signifikant erhöhten Risiken für eine Kraniosynostose (115 Betroffene, 2 gegenüber SSRI exponiert; Odds Ratio 0,8; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,2 bis 3,5), eine Omphalozele (127 Betroffene, 3 exponiert; Odds Ratio 1,4; 95%-KI 0,4 bis 4,5) oder einem Herzfehler allgemein (3724 Betroffene, 100 exponiert; Odds Ratio 1,2; 95%-KI 0,9 bis 1,6) assoziiert. Analysen der Zusammenhänge zwischen einzelnen SSRI und bestimmten Defekten zeigten signifikante Assoziationen zwischen der Anwendung von Sertralin und Omphalozelen (Odds Ratio 5,7; 95%-KI 1,6 bis 20,7; 3 exponierte Betroffene) sowie Septumdefekten (Odds Ratio 2,0; 95%-KI 1,2 bis 4,0; 13 exponierte Betroffene) und zwischen der Anwendung von Paroxetin und einer Obstruktion des rechtsventrikulären Ausflusstraktes (Odds Ratio 3,3; 95%-KI 1,3 bis 8,8; 6 exponierte Betroffene). Für andere Defekte, andere SSRI oder Nicht-SSRI-Antidepressiva waren die Risiken nicht merklich oder signifikant erhöht. Explorative Analysen von 66 Vergleichen zeigten mögliche Zusammenhänge zwischen Paroxetin und Sertralin mit bestimmten anderen Defekten.
Schlussfolgerungen Unsere Ergebnisse zeigen kein signifikant erhöhtes Risiko für eine Kraniosynostose, eine Omphalozele oder Herzfehler im Zusammenhang mit der Anwendung von SSRI allgemein. Sie deuten darauf hin, dass einzelne SSRI möglicherweise ein erhöhtes Risiko für einige bestimmte Defekte bergen, doch es sollte bedacht werden, dass die betreffenden Defekte selten auftreten und die absoluten Risiken gering sind.
Source Information
From the Slone Epidemiology Center at Boston University (C.L., M.M.W., S.H.-D., A.A.M.), the Genetics Unit, Massachusetts General Hospital for Children (A.E.L.), and the Department of Epidemiology, Harvard School of Public Health (S.H.-D.) — all in Boston.
Address reprint requests to Dr. Louik at the Slone Epidemiology Center, 1010 Commonwealth Ave., Boston, MA 02215, or at clouik{at}slone.bu.edu.
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